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Die Perle des Südburgenlandes

Stolpersteine

Die ersten "Stolpersteine" wurden am 9. November 2021 in der Güssinger Innenstadt verlegt. Im Burgenländischen Jubiläumsjahr 2021 möchte die Güssinger Historische Gesellschaft (GHG) an das Schicksal der vertriebenen Juden erinnern.

Insgesamt zehn Steine mit Messingplättchen wurden zwischen Hauptplatz und Marktplatz in das Pflaster eingelassen. Auf Ihnen sind die Namen der Juden zu sehen, die damals von den Nationalsozialisten aus Güssing vertrieben wurden. Sie wurden vor den Häusern verlegt, in denen sie früher gelebt oder gearbeitet haben.

Vier der Gedenksteine wurden vor der Apotheke verlegt, je 2 Stück vor dem Rathaus und der Bank Burgenland, und je einer vor der Bezirkshauptmannschaft und dem Stadtcafé.

Erdacht wurden die Stolpersteine von dem Kölner Künstler Gunter Demnig. Er wollte den Millionen Vertriebenen mit den kleinen Gedenktafeln einen Namen geben. Weit über 75.000 dieser Stolpersteine wurden bereits weltweit verlegt.

Name Datum Ort Beschreibung
Samuel Latzer * 1878, † 30.11.1951 Pater Gratian Leser-Straße 6 Samuel Latzer war Gastwirts- und Realitätenbesitzer, zudem betrieb er eine Ziegelei. Er hatte mit seiner Frau Helene (geb. Ilona Weiß) drei Kinder: Nikolaus, Sidonia und Magdalena. 1946 kehrte er nach Güssing zurück, 1951 verstarb er.
Oskar Mayer * 30.10.1888 in Güssing, † 1.11.1944 in Gyalliget, Ungarn Hauptstraße 4 Der Kaufmann Oskar Mayer wohnte an der damaligen Hauptstraße 25 (heute 4). Die Familie wurde 1938 vertrieben. Er verstarb am 1.11.1944 in einem ungarischen Arbeitslager in Gyalliget (Gyaliget).
Piroska Mayer, geb. Keller * 14.8.1896 Hauptstraße 4 Piroska Mayer, die Ehefrau von Oskar Mayer, hatte 2 Kinder: Egon Mayer (* 14.6.1925) und Marianne Mayer (* 1924). Piroska und ihr Sohn überlebten den Holocaust, blieben jedoch in Budapest.
Leopold Latzer * 16.3.1857 Pater Gratian Leser-Straße 4 Leopold Latzer war Besitzer eines Gemischtwarenladens (Moses Latzer und Soehne). Nach Anfeindungen und Arisierung seines Besitzes flüchteten Leopold und Helen Latzer zu Verwandten nach Wien. Er erlitt einen Schalganfall und verstarb bald darauf.
Helene Latzer, geb. Löffler * 28.7./12.6.1868 in Szombathely Pater Gratian Leser-Straße 4 Helene Latzer, die Ehefrau von Leopold Latzer und Großmutter von Alice Latzer, flüchtete gemeinsam mit ihrem Mann Leopold Latzer nach Wien. Sie wurde am 26.1.1942 von Wien nach Riga deportiert und ermordet.
Aladar Latzer * 25.8.1892 in Güssing, † 01.01.1979 Pater Gratian Leser-Straße 4 Aladar Latzer führte einen Gemischtwarenhandel in der Pater Gratian-Leser-Straße 4 (heutige Apotheke). Die Familie floh 1938 von Güssing nach Wien, von dort aus nach Buenos Aires. Er starb im Alter von 87 Jahren.
Elsa Latzer, geb. Löwy * 28.2.1903 in Großpetersdorf, † 1994 Pater Gratian Leser-Straße 4 Elsa Latzer, die Ehefrau von Aladar Latzer, hatte zwei Töchter, Alicia und Renee. Die Familie floh 1938 von Güssing nach Wien, von dort aus nach Buenos Aires. Elsa starb im 1994 im Alter von 91 Jahren. Alicia lebte in New York und kehrte ein paar Mal nach Güssing zurück.
Jakob Grünfeld * 11.8.1865 in Kasarvar, Rumänien, † 08.09.1947 Hauptplatz 7 Jakob Grünfeld war seit 1895 als Rabbiner in Güssing beschäftigt. 1938 entschieden sich Jakob und Ida G. zur Flucht über Triest in die USA, wo sie in New York lebten.
Ida Grünfeld, geb. Baum * 11.2.1886 in Wagneustadt, Tschechoslowakei. Hauptplatz 7 Ida Grünfeld lebte mit ihrem Mann Jakob Grünfeld nächst der Synagoge (heute Rathaus).
Anna (Anne) Lagler, geb. Freund *19.1.1879, † 29.12.1942 Hauptstraße 1 Von ihrem Leben bis zum Jahr 1938 ist wenig bekannt, sie wurde am 19.1.1942 festgenommen, am 22.7.1942 nach Theresienfeld deportiert und am 29.12.1942 ermordet.

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