Ehrenbürger von Güssing

14. Juli 1872: K. & K. Generalmajor a. D. Ludwig Wocher (1817-1880), heiratete 1872 die verwitwete Elisabeth Gräfin Draskovich. geb. Batthyany-Strattmann

7. August 1928: LRR Dr. Ernst Mayerhofer (1885-1975), Bezirksverwalter bzw. Bezirkshauptmann ab der "Landnahme" (1921-1923-1929)

5. Mai 1934: Dr. Otto von Habsburg-Lothringen (geb. 1912) letzter Kronprinz der österr.-ungar. Monarchie

5. Mai 1934: Dr. Engelbert Dollfuß (1892-1934), Bundeskanzler. Erklärte im März 1933 die "Selbstausschaltung des Parlaments" und gründete die "Vaterländische Front". Schuf 1934 auf Grund der Maiverfassung den "Ständestaat auf autoritärer Grundlage" und wurde am 25. Juli 1934 (Juliputsch) durch ein Mitglied der SS-"Militär"-Standarte 89 ermordet.

4. Juli 1948: Pater Gratian Anton Leser (1873-1949), Mitglied des Franziskaner-Konventes Güssing, Verfasser zahlreicher lokalgeschichtlicher Abhandlungen, u.a. in Volk und Heimat erschienen, über die Burg, Stadt und Herrschaft Güssing.

15. Dezember 1950: Dr. Karl Renner (1870-1950), Bundespräsident. Seine Ehefrau Luise, geb. Stoisits, stammte aus Güssing. Er war Staatskanzler der 1. Republik, trug wesentlich zum Anschluss des Burgenlandes an Österreich bei und wird auch als "Vater des Burgenlandes" bezeichnet.

24. Mai 1955: Medizinalrat Dr.Med. Hans Unger (9. Mai 1877 - 29. Dez. 1971), 1918 bis 1956 Arzt in Güssing, Abteilungschef für Innere Medizin und Leiter der Infektionsabteilung des KH Güssing. Amtsarzt von 1925 - 1933 und 1945 - 1956.

31. März 1980: Theodor Kery (* 24. Juli 1918 in Mannersdorf an der Rabnitz, Österreich-Ungarn; † 9. Mai 2010 in Kobersdorf, Burgenland), Landeshauptmann. Verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Güssing. Zahlreiche Verdienste um Güssing.

31. März 1980: DDr. Rudolf Grohotolsky (* 9. August 1922 in Tobaj, Bezirk Güssing, Burgenland; † 16. August 2013), Landesrat. Durch seine Verbundenheit zu Güssing und seine Funktionen als Gemeindereferent der Bgld. Landesregierung, zuständiger Ressortchef des Wirtschaftsförderungsfonds und als Feuerwehrreferent hat er Güssing besonders gefördert. Insbesondere die schnelle Ausrüstung der Stadtfeuerwehr mit den modernsten Geräten ist ihm zu verdanken.

11. Oktober 1983: Geistlicher Rat Pater Roman Hasenhütl (geboren 1913-1998), Guardian, Pfarrer, Vikar, Religionslehrer, Leiter der Bibelstunden für Frauen, engagierte Mitarbeiter im Dekanat. Zahlreiche Leistungen um Gemeinde und Pfarre Güssing, besonders hervorzuheben sind die Verwaltung der Klosterbibliothek, der Bau der Friedhofsmauer und die Renovierung der St.-Jakobs-Kirche im Jahr 1962. Bis 1987 im Franziskaner-Konvent Güssing.

Karl Holper (* 27.3.1919 in Güssing - † 21.4.1997 ebenda), österreichischer Politiker (ÖVP) und Seilermeister, Bürgermeister von Güssing (1953 - 1979). Holper war von 1960 bis 1964 Mitglied des Bundesrates und von 1966 bis 1977 Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag. Holper besuchte von 1925 bis 1929 die Volksschule Güssing und danach bis 1933 die Hauptschule Güssing. Er erlernte in der Folge bis 1936 den Beruf des Seilers und legte 1947 die Meisterprüfung ab. Zuvor hatte er von 1939 bis 1944 in der Wehrmacht gedient und war im Oktober 1944 schwer verwundet zurückgekehrt. Von 1947 bis 1966 war er als Seilermeister tätig, von 1966 bis 1976 war er Kaufmann. Holper war von 1950 bis 1953 Gemeinderat und Vizebürgermeister von Güssing, danach wirkte er von 1953 bis 1979 als Bürgermeister. Zudem vertrat er die ÖVP Burgenland vom 7. Dezember 1960 bis zum 26. Mai 1964 als Mitglied des Bundesrates und war danach vom 27. April 1966 bis zum 27. Oktober 1977 Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag. Er hatte innerparteilich von 1947 bis 1977 die Funktion des Ortsparteiobmanns der ÖVP Güssing inne und war von 1956 bis 1977 Bezirksobmann des Österreichischen Wirtschaftsbundes im Bezirk Güssing (Quelle: Johann Kriegler: Politisches Handbuch des Burgenlandes. Band 2: (1945–1995) (= Burgenländische Forschungen. 76). Burgenländisches Landesarchiv, Eisenstadt 1996, ISBN 3-901517-07-3.).

Prof. Paul Hajszanyi (* 11.10.1919 - † 16.5.1998), Lehrer und Wissenschafter. Nach dem Krieg unterrichtete er zuerst an der Volksschule, dann an der Hauptschule in Güssing, wo er 1976 mit der Leitung betraut wurde. Bereits ein Jahr später machte ihn ein Verkehrsunfall dienstunfähig, sein Geist blieb aber ungebrochen. Er schrieb zahlreiche Artikel und wissenschaftliche Beiträge über die Geschichte von Güssing und den pannonischen Raum. Sein bekanntestes Werk ist die "Bilder-Chronik Güssing, 1870-1970", ein ausgezeichnetes Buch mit fast 650 Seiten. Er wurde mit dem Titel "Professor" ausgezeichnet und war auch Ehrenbürger von Güssing. Sein Vater Johann Hajszanyi war als Abgeordneter Mitglied des ersten Burgenländischen Landtages von 1922-27.

OAR Ludwig Krammer, ehemaliger BH-Bediensteter und langjähriger Bürgermeister von Güssing.

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